Geschlechtskrankheit Ulcus Molle

(Weicher Schanker)

Ulcus Molle – Übertragung der Geschlechtskrankheit

Ulcus MolleDie Geschlechtskrankheit Ulcus Molle, auch weicher Schanker genannt, kommt in Europa sehr selten vor. Höher dagegen ist die Verbreitung in den Tropen, wie Afrika, Südostasien oder Lateinamerika. In unseren Regionen lassen sich aus der Vergangenheit meist nur einzelne Fälle aufzeigen, bei denen sich Ferntouristen – oder auch deren Sexualpartner –mit dieser Geschlechtskrankheitinfiziert haben. Ulcus Molle (weicher Schanker) ist ausschließlich über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragbar. Hierbei handelt es sich um eine durch Bakterien des Stammes „Haemophilus ducreyi“ hervorgerufene Infektion, die in jedem Fall behandelt werden sollte. Die Verwendung von Kondomen kann eine Übertragung dieser Geschlechtskrankheit verhindern.


Weicher Schanker – Symptome beim Mann und bei der Frau

2-4 Tage, in seltenen Fällen auch bis zu 14 Tage nach der Ansteckung mit Ulcus Molle kommt es zu schmerzenden, kleinen Hautgeschwüren an den Geschlechtsorganen [1]. Die Hautveränderungen sind weich, meist erbsengroß und haben ein eitriges Erscheinungsbild. Zudem kann es beim weichen Schanker zu einer Schwellung der benachbarten Lymphknoten kommen. Frauen können auch lediglich als Träger dieser Geschlechtskrankheitdienen, sodass sie keine Symptome bemerken. Wird der Ausbruch von Ulcus Molle nicht behandelt, können die Bakterien nach 1-2 Wochen über die Lymphbahnen hoch in die Lymphknoten steigen und dort eine Entzündung hervorrufen. Die Haut verfärbt sich an dieser Stelle rötlich und es kann nach schmerzhafter Schwellung zum Aufbrechen der eitrigen Geschwüre kommen.


Ulcus Molle – Diagnose und Behandlung der Geschlechtskrankheit

Im frühen Stadium von Ulcus Molle kommt es oft zur Verwechslung mit der GeschlechtskrankheitSyphilis. Durch Laboruntersuchungen kann weicher Schanker bestimmt sowie eventuelle Mischinfektionen mit einer anderen Geschlechtskrankheit ausgeschlossen werden. Da Ulcus Molle durch Bakterien verursacht wird, erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika, jedoch nicht mit Penicillin. Meist wird eine Einmaldosis des Medikaments intramuskulär gespritzt. Bis zur vollständigen Ausheilung sollte auf Geschlechtsverkehr generell verzichtet werden, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. In jedem Fall wird eine Partnerbehandlung empfohlen.

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